Ernährungsglossar N – Z

Natrium ist einer der wichtigsten Mineralstoffe im tierischen Organismus. Natrium und Chlor bilden zusammen Kochsalz (Natriumchlorid).

Wirkung im Organismus

Natrium ist das wichtigste Elektrolyt (bzw. Salz) in der Körperflüssigkeit, die die Zellen umgibt (extrazellulären Flüssigkeit). Es reguliert die Flüssigkeitsverteilung im Körper und dadurch z.B. auch den Blutdruck. Ausserdem wird es für die Funktion von Nerven- und Muskelzellen benötigt.

Natürliche Quellen

Die wichtigste Natriumquelle ist Speisesalz, das in den meisten Nahrungsmitteln enthalten ist. Auch Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte enthalten viel Natrium. Ein Natriummangel kommt praktisch nicht vor, hingegen wird bei herzkranken Tieren häufig eine natriumarme Ernährung empfohlen.

NfE ist die Abkürzung für „stickstoffreie Extraktstoffe“ englisch „nitrogen free extracts“ die bei der Nahrungsmittelanalyse errechnet werden. Darunter fallen alle Zuckerverbindungen (Kohlenhydrate), sowohl leicht verdauliche wie Tafelzucker und Stärke als auch für Hund und Katze unverdauliche wie Zellulose.

Omega-3-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Sie können vom Hundekörper nicht selbst hergestellt werden, sind aber lebensnotwendig und müssen daher zugefüttert werden.

Wirkung im Organismus

Omega-3 Fettsäuren verbessern die Leistungsfähigkeit der Muskeln. Sie unterstützen die Gehirnfunktion und können dazu beitragen den Alterungsprozess zu verzögern. Sie wirken entzündungshemmend, was besonders wichtig für die Gelenke ist. Gleichzeitig wird die Belastbarkeit verbessert. Omega-3 Fettsäuren unterstützen und stabilisieren die Nierenfunktion und unterstützen den Stoffwechsel. Auch für die Haut sind diese Fettsäuren optimal. Der Heilungsprozess wird unterstützt und das Immunsystem gestärkt.

Natürliche Quellen

Leinöl und bestimmte Fische bzw. Fischöle sind besonders reich an Omega-3-Fettsäuren, z.B. Lachs, Sardellen, Sardinen, Hering, Makrele und Thunfisch.

Ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren kann durch minderwertige und schlecht gelagerte, ranzige Nahrungsmittel entstehen oder durch Erkrankungen, die die Aufnahme von Fetten aus dem Darm stören (z.B. Bauchspeicheldrüsenentzündung, Gallen-, Leber- oder Darmerkrankungen).

Omega-6 Fettsäuren sind ungesättigte Fettsäuren. Der Name Omega 6 bezieht sich auf die Lage der ersten ungesättigten chemischen Bindung (Doppelbindung) vom Omega-Ende der Fettsäure aus gezählt.

Wirkung im Organismus

Einige Omega-6 Fettsäuren sind für Hund und Katze essenziell, können also nicht vom Organismus gebildet werden und müssen deshalb in der Nahrung vorhanden sein. In Hundenahrung muss Linolsäure enthalten sein, in Katzennahrung ausser Linolsäure auch Gamma-Linolensäure und Arachidonsäure.

Ein Mangel an essenziellen Omega-6 Fettsäuren macht sich durch Hauterkrankungen, Fruchtbarkeitsstörungen oder Blutgerinnungsstörung bemerkbar. Wichtig ist nicht nur die Menge an Omega-6 Fettsäuren allein, sondern auch das Verhältnis von Omega-6 Fettsäuren zu Omega-3 Fettsäuren, weil Omega-6 Fettsäuren entzündungfördernd, Omega-3 Fettsäuren aber entzündungshemmend sind.

Natürliche Quellen

Linolsäure ist z.B. in Sojaöl, Sonnenblumenöl, Distelöl sowie Schweine- und Geflügelfett vermehrt enthalten. Für Katzen wichtige Gamma-Linolensäure ist in Nachtkerzen- und Borretschöl zu finden, Arachidonsäure in Schweine-, Geflügel- und Rinderfett. Wichtig ist eine kühle, dunkle Lagerung der Nahrungsmittel, damit die Öle nicht ranzig werden.

Proteine sind Eiweisse. Sie setzen sich aus langen Ketten verschiedener Aminosäuren zusammen und haben vielfältige Funktionen im Organismus.

Wirkung im Organismus

Proteine werden für nahezu alle physiologischen Prozesse benötigt. Zum Beispiel sind Eiweisse an der Muskelaktivität beteiligt, in Form von Enzymen regulieren sie fast alle Stoffwechselvorgänge und zerkleinern die Nährstoffe aus der Nahrung, das Eiweiss Hämoglobin transportiert Sauerstoff in die Gewebe und das aus Eiweiss bestehende Hormon Insulin schleust Zucker als Brennstoff in die Körperzellen. Haare, Haut, Sehnen und Knorpel bestehen zu einem Grossteil aus Eiweissen … Die Liste liesse sich fast endlos fortsetzen.

Natürliche Quellen

Proteine aus der Nahrung werden in Form von Aminosäuren vom Organismus aufgenommen. Aus diesen Aminosäuren synthetisiert der Organismus dann die körpereigenen Eiweisse. Biologisch hochwertige Nahrungseiweisse sind leicht verdaulich und haben eine sehr ähnliche Aminosäurenzusammensetzung wie die Körperweisse. Deshalb können sie optimal verwertet werden, ohne dass „Abfall“ in Form nicht verwertbarer Aminosäuren entsteht und den Stoffwechsel belastet. Hochwertige Eiweisslierfanten für Hund und Katze sind zum Beispiel tierische Proteinquellen wie Hühnerei oder Fleisch, aber auch pflanzliche Proteinquellen wie Soja oder Mais sind gut geeignet.

Grosse Mengen des Mineralstoffs Phosphor sind in Knochen und Zähnen zu finden. Er ist an fast allen Stoffwechselfunktionen des Körpers beteiligt und zum Beispiel in der Erbsubstanz (DNA) oder den Zellmembranen zu finden.

Wirkung im Organismus

Zusammen mit Kalzium sorgt Phosphor für die nötige Stabilität unseres Skeletts. Neben seiner Funktion als Baustoff ist es lebenswichtig für den Energiestoffwechsel. Es ist ein Bestandteil von Adenosin-Triphosphat (ATP), dem wichtigsten Energiespeicher und Energieüberträger in den Körperzellen.

Natürliche Quellen

Phosphor ist in vielen Nahrungsmitteln reichlich vorhanden. Da Kalzium- und Phosphorstoffwechsel zusammen reguliert werden, ist das richtige Verhältnis von Kalzium und Phosphor in der Nahrung jedoch sehr wichtig. Es sollte für Hunde etwa bei 1,2 bis 1,4 : 1 liegen, für Katzen bei 0,9 bis 1,1 : 1. Nierendiäten sind häufig phosphorreduziert, da sich Phosphor bei Nierenerkrankungen im Blut ansammelt, was z.B. zu Knochenerweichung führen kann. Ein Phosphorüberschuss kann ausserdem das Harnsteinrisiko erhöhen und den Blutkalziumspiegel gefährlich senken.

Schwefel gehört zu den Mineralstoffen. Im der Nahrung und im Organismus kommt Schwefel hauptsächlich als Eiweissbestandteil vor (in den Aminosäuren Cystin und Methionin).

Wirkung im Organismus

Schwefel findet sich in Strukturproteinen, im Hormon Insulin, in den B-Vitaminen Biotin und Thiamin sowie im Gerinnungshemmer Heparin. Es wird für die Knorpelgesundheit benötigt (im Chondroitinsulfat) und zum Schutz der Körperzellen (in Form von Glutathion). Ein Schwefelmangel ist bei Hunden und Katzen nicht bekannt.

Selen ist ein Spurenelement, dass die Zellmembranen vor Schäden schützt.

Wirkung im Organismus

Selen wird in ein Enzym eingebaut, welches als Antioxidans die Zerstörung der Fette in den Zellmembranen verhindert (Glutathionperoxidase).

Der Selenbedarf hängt eng mit dem Vitamin-E-Bedarf zusammen, da beide sich in ihrer Schutzfunktion ergänzen. Ein Selen- und Vitamin-E-Mangel während der Trächtigkeit führt bei den Welpen zu Muskelschwäche und Problemen beim Schlucken, die tödlich enden können. Auch das Immunsystem ist bei Selenmangel beeinträchtigt, sodass eine Neigung zu häufigen Infekten entsteht. Wie bei allen Spurenelementen ist allerdings auch eine Überversorgung mit Selen ungesund. Sie kann Appetitmangel, Abgeschlagenheit und Störungen der Horn(haut)bildung hervorrufen (Aufsplitterung der Krallen, rissige Ballen).

Natürliche Quellen

Selenreich sind beispielsweise Fleisch, Fisch und Getreide.

Spurenelemente sind Mineralstoffe, die im Organismus nur in sehr geringen Mengen (Spuren) vorkommen. Sind im Futter zu wenig Spurenelemente vorhanden, kommt es zu Mangelsymptomen. Bei Überversorgung können teilweise auch Vergiftungssymptome entstehen.

Zu den Spurenelementen gehören z.B.: Eisen, Jod, Kupfer, Selen, Kobalt, Zink, Mangan und Fluorid.

Stärke gehört zu den leicht verdaulichen Kohlenhydraten. Sie besteht aus aneinandergereihten Traubenzuckermolekülen (Glukose) und dient als Energiespeicher in Pflanzenzellen. In Hunde- und Katzennahrung ist Stärke das am häufigsten vorkommende Kohlenhydrat. Sie eignet sich gut als Energiequelle und ist für die Herstellung von Futterpellets bzw. Kroketten wichtig.

Taurin ist eine für Katzen essenzielle Aminosäure. Sie kann von Katzen nur in sehr geringen Mengen selbst hergestellt werden und muss deshalb in der Katzennahrung enthalten sein, sonst kommt es zu Mangelerscheinungen. Hunde hingegen können normalerweise ausreichend Taurin aus den Aminosäuren Methionin und Cystein herstellen.

Wirkung im Organismus

Taurin wird nicht zur Eiweissherstellung verwendet, sondern erfüllt wichtige Stoffwechselfunktionen als freie Aminosäure. Beispielsweise wird Taurin für die Funktion von Herzmuskel und Netzhaut benötigt. Es dient zur Herstellung von Gallensäuren und bei Kätzinnen ist eine ausreichende Taurinzufuhr Voraussetzung für die Fortpflanzungsfähigkeit. Ein Taurinmangel bei Katzen äussert sich vor allem als Schädigung der Netzhaut (bei monatelangem Mangel bis hin zur Blindheit) und als Herzmuskelschwäche. Der Herzmuskel wird krankhaft gedehnt und das Herz vergrössert sich (dilatative Kardiomyopathie), kann sich aber bei Umstellung auf eine taurinreiche Nahrung in der Regel wieder erholen. Auch bei Hunden hat der Tauringehalt im Blut Auswirkungen auf den Herzmuskel.

Natürliche Quellen

Taurin ist nur in tierischen Nahrungsquellen wie Fleisch, Fisch und Schalentieren enthalten. Katzen sind im Gegensatz zu Hunden reine Fleischfresser. Ihr hoher Taurinbedarf ist ein Grund, weshalb sie nicht mit Hundenahrung ernährt werden können.

Thiamin ist eine wasserlösliches Vitamin, das zum Vitamin-B-Komplex gehört. Das auch Vitamin Bgenannte Thiamin wird unter anderem für die Energiegewinnung aus Kohlenhydraten (Zuckerverbindungen) benötigt. Ein Thiaminmangel beeinträchtigt die Funktion des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark), weil es auf eine konstante Versorgung mit Kohlenhydraten angewiesen ist. Deshalb wird Thiamin auch manchmal „Stimmungsvitamin“ genannt.

Natürliche Quellen

Thiamin kommt in vielen Nahrungsquellen vor, z.B. in magerem Schweine- und Rindfleisch, Leber, Vollkorn oder Hülsenfrüchten. Es ist aber hitzeempfindlich und erfordert eine schonende Herstellung der Nahrungsmittel. Viele Hersteller setzen der Tiernahrung deshalb extra Thiamin zu.

Ein Thiaminmangel entsteht nur selten und wenn, ist er meist auf „Thiaminhemmer“ in der Nahrung zurückzuführen. Zum Beispiel enthalten bestimmte Fischsorten (z.B. Karpfen, Seehering, Hecht, Goldfisch) Enzyme, die Thiamin abbauen. Von Katzen oder auch Schlittenhunden, die mit rohem Fisch dieser Sorten gefüttert wurden, sind Thiamin Mangelerscheinungen bekannt (Appetitlosigkeit, Apathie, Lähmungen und Krämpfe).

Vitamin A (Retinol) ist ein fettlösliches Vitamin. Ein Vitamin-A-Mangel führt zu Wachstums- und Fruchtbarkeitsstörungen, Infektanfälligkeit (v.a. der Haut) und gestörter Wundheilung. Ein Vitamin-A-Überschuss hingegen führt unter anderem zu Skelettmissbildungen, Leberschäden und Haarausfall.

Wirkung im Organismus

Der Name Retinol bezieht sich auf die Bedeutung des Vitamin A für die Funktion der Netzhaut (Retina). Neben der Sehfähigkeit beeinflusst Vitamin A auch die Entwicklung des Embryos, die Funktion der Schilddrüse und die Fruchtbarkeit. Es wird für die Bildung von Hautzellen benötigt und unterstützt das Vitamin D bei der Regulation des Knochenstoffwechsels. Deshalb kann ein Vitamin-A-Überschuss z.B. bei Katzen zu einer überschiessenden Verknöcherung der Halswirbelsäule führen. Vitamin A wird in der Leber gespeichert und kann diese bei einem Überangebot schädigen. Gerade ältere Tiere reagieren empfindlich auf zu hohe Vitamin-A-Gehalte in der Nahrung (z.B. durch Überdosierung von Vitaminpräparaten oder Leberernährung).

Natürliche Quellen

Hunde können, wie die meisten anderen Säugetiere auch, Vorstufen von Vitamin A (z.B. Provitamin A = Beta-Carotin) verstoffwechseln, wie sie in vielen Pflanzen enthalten sind; in grösseren Mengen z.B. in Karotten oder Spinat. Katzen hingegen können das nicht und müssen aktives Vitamin A mit der Nahrung aufnehmen. Aktives Vitamin A findet sich vor allem in tierischen Produkten wie Leber, Lebertran, Milch und Eigelb.

Die Gruppe der B-Vitamine besteht aus neun ganz verschiedenen wasserlöslichen Vitaminen. Sie ermöglichen die Verwertung der Energie aus den Nahrungsstoffen und werden für Zellwachstum und Blutbildung benötigt.

Zu den B-Vitaminen gehören: Thiamin (Vitamin B1), Riboflavin[nbsp](B2), Nikotinsäure (Niacin, B3), Pantothensäure (B5), Biotin (Vitamin B7[nbsp]oder Vitamin H),[nbsp]Pyridoxin (B6), Folsäure (B9),[nbsp]Cobalamin (B12) und Cholin.

Vitamin C (Ascorbinsäure) ist ein wasserlösliches Vitamin. Von den meisten Tieren kann Ascorbinsäure aus Glukose selbst hergestellt und muss nicht unbedingt mit der Nahrung aufgenommen werden. Die Ausnahme sind Menschen und Meerschweinchen. Bei ihnen führt ein Vitamin-C-Mangel in der Nahrung zu Skorbut.

Allerdings können auch Hunde und Katzen bei Störungen des Leberstoffwechsels einen Vitamin-C-Mangel entwickeln.

Wirkung im Organismus

Vitamin C ist ein Antioxidans, das Schäden an der Erbsubstanz verhindert und das Immunsystem stärkt. Deshalb wird es gern Seniornahrung zugesetzt. Ausserdem wird Ascorbinsäure für den Aufbau von Kollagen benötigt, dem wichtigsten Bestandteil von Knochen-, Zahn- und Bindegewebe. Skorbut tritt auf, wenn Vitamin C über mehrere Wochen und Monate in der Nahrung fehlt. Sie ist durch Knochen- und Knorbelfehlbildungen, Zahnfleischbluten, Zahnausfall, Infektanfälligkeit, gestörte Wundheilung, Blutungen und Blutarmut gekennzeichnet.

Natürliche Quellen

Vitamin C ist in Obst und Gemüse reichlich vorhanden, vor allem in Zitrusfrüchten. Als Antioxidans wird Vitamin C leicht durch Hitze und Licht zerstört, weshalb eine kühle, dunkle Lagerung von Vitamin-C-Präparaten wichtig ist. Als Antioxidans in Nahrungsmitteln trägt Ascorbinsäure die E-Nummer E 300.

Vitamin D (Calciferol) reguliert zusammen mit der Nebenschilddrüse den Knochenstoffwechsel. Manche Wissenschaftler stufen es eher als Hormon ein und nicht als Vitamin. Ein Mangel an Vitamin D führt zu Knochenerweichung (Osteomalazie) und einer Überfunktion der Nebenschilddrüse. Bei wachsenden Tieren werden die typischen Knochenverkrümmungen durch Vitamin-D-Mangel als Rachitis bezeichnet. Ein Überschuss an Vitamin D äußert sich hingegen als Kalziumüberschuss im Blut, der zur Verkalkung von Organen führen kann.

Wirkung im Organismus

Vitamin D sorgt dafür, das im Blut ausreichend Kalzium und Phosphor für die Mineralisierung der Knochen vorhanden ist, indem es z.B. die Kalziumaufnahme im Darm stimuliert. Mit der Nahrung werden v.a. Vorstufen des Vitamins (Provitamine) aufgenommen. Zum Beispiel Vitamin D3, das als Speicherform des aktiven Vitamins dient. Im Organismus werden die Provitamine dann durch verschiedene Reaktionen in Leber und Niere,aktiviert. Vor allem Nierenerkrankungen können deshalb zu Störungen im Vitamin-D-Stoffwechsel führen.

Neben der Wirkung im Knochenstoffwechsel wurden in den letzten Jahren auch immer mehr andere wichtige Funktionen des Vitamin D beim Menschen entdeckt. Bei Hund und Katze ist die Forschung noch lange nicht so weit, doch scheint es auch hier einen Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-D-Spiegeln im Blut und chronischen Erkrankungen zu geben.

Natürliche Quellen

Die meisten Nahrungsmittel enthalten nur sehr wenig oder kein Vitamin D. In Leber, einigen fettreichen Fischarten und Eigelb ist hingegen viel Vitamin D enthalten. Hohe Vitamin-D-Gehalte findet man in Fischölen, vor allem in Lebertran.

Menschen können mithilfe ultravioletter Strahlen des Sonnenlichts Vitamin D3 herstellen. Dies ist bei Hunden und Katzen jedoch anders. Sie sind vollständig auf die Zufuhr mit der Nahrung angewiesen.

Vitamin E (Tocopherol) ist ein Antioxidans. Es verhindert das Ranzigwerden, also den Verderb von Fetten (chemisch: Oxidation).

Im Körper stabilisiert es auf diese Weise die Körperzellmembranen und schützt dadurch die Zellen. In Nahrungsmitteln sorgt es für eine lange Haltbarkeit und verhindert, das die für unsere Tiere wertvollen mehrfach ungesättigten Fettsäuren durch Oxidation zu gesättigten Fettsäuren werden. Nahrungsmittel mit einem hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren sollten deshalb auch einen hohen Gehalt an Vitamin E aufweisen.

Natürliche Quellen

Viele Pflanzen enthalten Vitamin E. Vitamin-E-reich sind z.B. Weizenkeime, Maisöle, Sojabohnen oder Sonnenblumenkerne. Ausserdem findet sich Vitamin E in fast allen Körpergeweben, allen voran in der Leber, die als Vitamin-E-Speicher dient. Wie alle Antioxidantien wird Vitamin E durch Sonnenlicht oder Hitze, also bei falscher Lagerung der Nahrung, leicht zerstört.

Vitamin K (Phyllochinon) ist ein fettlösliches Vitamin und wichtig für die Blutgerinnung. In Rattengift sind häufig Cumarine enthalten, die als Gegenspieler von Vitamin K die Blutgerinnung hemmen und zu inneren Blutungen führen. Eine Cumarin-Vergiftung bei Hunden und Katzen wird deshalb mit Vitamin K behandelt.

Wirkung im Organismus

Vitamin K wird für die Synthese von Blutgerinnungsfaktoren in der Leber benötigt. Ein Mangel an Vitamin K führt deshalb zu Blutungsneigung. Schäden an Blutgefässen können nicht abgedichtet werden, sodass Blut austritt und zu inneren Blutungen oder verlängerter Blutungszeit bei Hautwunden führt.

Natürliche Quellen

Die meisten Nahrungsmittel enthalten nur wenig Vitamin K. Allerdings bilden die Bakterien der normalen Darmflora Vitamin K, sodass ein Mangel eigentlich nur entsteht, wenn diese Darmflora aus dem Gleichgewicht gerät. Das kann z.B. bei Durchfallerkrankungen passieren oder bei einer längerfristigen Antibiotika-Behandlung.

Das Spurenelement Zink ist besonders wichtig für das Immunsystem und die Fortpflanzungsfähigkeit.

Wirkung im Organismus

Zink ist Bestandteil vieler Enzyme und dadurch an den Verschiedensten Stoffwechselvorgängen beteiligt. Beispielsweise wird es für den Aufbau von Eiweissen und Erbsubstanz (DNA) benötigt, also immer dann, wenn neue Zellen gebildet werden sollen. Zinkmangel führt zu Abwehrschwäche und Unfruchtbarkeit, Bindehautentzündung, Haarausfall und Hauterkrankungen. Bei Jungtieren macht sich ein Zinkmangel vor allem als verzögertes Wachstum bemerkbar. Manche Hunderassen neigen zu einem erblich bedingten Zinkmangel, z.B: Dobermann, Deutsche Dogge, Sibirischer Husky, Alaskan Malamute, Bullterrier.

Papageien reagieren sehr empfindlich auf ein Überangebot von Zink, weshalb Papageienkäfige nicht verzinkt sein dürfen.

Natürliche Quellen

Zinkreich sind z.B. Leber, Soja, Rinder- und Lammfleisch, Hafer und Mais. Die Zusammensetzung der Nahrung beeinflusst, wie gut das darin vorhandene Zink vom Körper aufgenommen werden kann. Zink aus tierischen Futterquellen ist meist besser verfügbar als pflanzliches. Hohe Kalzium-, Eisen- und Kupferwerte im Futter beeinträchtigen die Zinkaufnahme.

Vitamine sind Stoffe, die mit der Nahrung aufgenommen werden müssen, weil der tierische Organismus sie nicht selbst herstellen kann. Man unterschiedet fettlösliche Vitamine (A, D, E und K) und wasserlösliche Vitamine (z.B. B und C). Erste Anzeichen für einen Vitaminmangel sind z.B. häufige Infekte oder mangelnde Fruchtbarkeit.

Wirkung im Organismus

Vitamine regulieren lebenswichtige Stoffwechselvorgänge im Körper. Ein Vitaminmangel (Hypovitaminose) führt deshalb zu Krankheiten, z.B. Vitamin-C-Mangel (bei Menschen und Meerschweinchen) zu Skorbut oder Vitamin-D-Mangel zu Rachitis.

Allerdings kann auch ein Vitaminüberschuss (Hypervitaminose) gefährlich werden. Zu einem solchen Überschuss kommt es eher bei den fettlöslichen Vitaminen, da der Körper sie (im Gegensatz zu den wasserlöslichen) in der Leber speichern kann. Deshalb ist die Fütterung von Leber in grösseren Mengen nicht empfehlenswert.

Säugetiere bestehen zu etwa 70 % aus Wasser und bereits ein Verlust von etwa 10 % dieses Körperwassers ist tödlich. Entsprechend wichtig ist eine ausreichende tägliche Wasseraufnahme mit dem Futter und durch Trinken. Der Wasserbedarf ist zum Beispiel abhängig vom Salzgehalt der Nahrung, der körperlichen Belastung und der Umgebungstemperatur.

Wirkung im Organismus

Wasser dient als Lösungsmittel, das für Stoffwechselreaktionen und die Verdauung unverzichtbar ist, als Transportmedium und zur Kühlung (etwa durch Hecheln oder Schwitzen). Die Regulation des Wasserhaushalts übernehmen in erster Linie die Nieren.